#31 Bei den „Freybauern“

[English Version below]
Vergangene Woche führte mich eine kleine 2-tägige Exkursion in die Nähe von Stuttgart, genauer gesagt in den Rems-Murr-Kreis nach Burgstetten. Mit Uni-Kollegen erkundeten wir die Möglichkeit, eine Studentenexkursion zum Thema „Ökosystemdienstleistungen und Landwirtschaft“durchzuführen. Dazu waren wir freundlicherweise von einem lokalen Landwirt eingeladen. Unter dem klang- und verheißungsvollen Namen „Freybauern“ betreiben Wolfgang, Annegret und Elke seit 2010 nachhaltige Landwirtschaft und stoßen damit Türen auf und Änderungen an – nicht überall zur Freude der Mitbewerber, aber nachweisbar zur Freude der Natur.

Auf bisher rund 25ha mischen sich Streuobstwiesen, Kräuterpflanzen, Hecken, Nutz-Sträucher, Futterwiesen und wilde Biotope. Ein wichtiges Prinzip der Freybauern ist, wie der Name andeutet, die Unabhängigkeit. Diese äußert sich unter anderem im Verzicht auf Subventionen, dem Verzicht auf klassische Vertriebsstrukturen, dem Verzicht auf industrielles Saatgut und damit auf konventionelle Dünge- bzw. Pflanzenschutzmittel und im logischen Schluss die vollständige Unabhängigkeit der eigenen Finanzierung.

Während unseres Besuchs konnten wir die geschaffene Vielfalt bewundern. Neben mediterranen Kräutern summen Hummeln und Bienen und über dem Streuobsthang kreisen seltene Vögel, unter anderem Arten, welche auf der roten Liste der bedrohten Arten stehen. Im folgenden ein paar Bilder, welche die Pionierleistung der Freybauern veranschaulichen sollen:

[English Summary]
Last week, a small 2-day excursion led me to the closer area of Stuttgart, more precisely to Burgstetten in the Rems-Murr district. With university colleagues we explored the possibility of a student excursion about the topic of „ecosystem services and agriculture“. Therefore, we were kindly invited by a local farmer. Since 2010, Wolfgang, Annegret and Elke are carrying out sustainable agriculture under the promising name „Freybauern“. With their innovative approaches they are opening doors and making changes – not everywhere to the delight of their competitors, but obviously to the delight of nature.

So far, 25 hectares of orchards, herbaceous plants, hedges, useful shrubs, forage meadows and wild biotopes are mixed in small patches. An important principle of the Freybauern is, as the name suggests, independence. They stay independent from subsidies, do not use classical distribution structures, neither conventional seeds nor conventional fertilizers and pesticides. In a logical conclusion they want to be completely independent regarding their own financing.

During our visit, we were able to admire the diversity that has been created. Besides Mediterranean herbs bees and bumble bees are humming and above the orchard rare birds are circling, among others species which are on the red list of endangered species. They pictures above maybe can illustrate the pioneer achievement of the Freybauern.